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Weiblicher Monatszyklus

Körperfunktionen

Zweck, Steuerung

Der weibliche Monatszyklus ist ein Vorgang, der sich im Körper einer Frau von der Pubertät weg bis in die Wechseljahre in einem Rhythmus von etwa 21 – 35 Tagen abspielt. Darum wird er Monatszyklus genannt. Bei Weibchen von Säugetieren findet dieser Zyklus nur ein- bis zweimal jährlich statt. Er dient dazu, den weiblichen Körper für eine Schwangerschaft vorzubereiten. Die dabei beteiligten weiblichen Organe sind die beiden Eierstöcke, die beiden Eileiter sowie die Gebärmutter. Gesteuert wird der Monatszyklus vom Hypothalamus, einem Abschnitt des Zwischenhirns, der Hypophyse, einer Hormondrüse im Gehirn, sowie von den Eierstöcken. Im Gehirn werden das Luteinisierung-Hormon (LH) und das Follikel-stimulierende Hormon (FSH) freigesetzt, die wiederum in den Eierstöcken die Produktion der beiden Hormone Östrogen und Progesteron bewirken. Diese 4 Hormone beeinflussen sich gegenseitig, und ihre Bildung wird durch eine so genannte Rückkoppelung gesteuert.

Länge

Zwischen dem ersten, in der Pubertät (Menarche) und dem letzten Monatszyklus einer Frau in der Menopause (Klimakterium, Abänderung) erlebt eine Frau etwa 400 Monatszyklen. Dieser beginnt mit einer Menstruation (Monatsblutung) und endet am Tag vor der nächsten Monatsblutung. Darum wird der erste Tag der Menstruation als 1. Tag des Zyklus definiert. Das ist aber nicht auch der 1. Tag der ersten der nachfolgend beschriebenen 4 Phasen des Monatszyklus. Die Länge eines Zyklus kann stark variieren. Kurze Zyklen dauern etwa 21 Tage und werden vor allem von Frauen erlebt, die sich der Menopause nähern. Bis zu einer Dauer von 35 Tagen werden Monatszyklen als normal betrachtet. Es gibt aber auch immer wieder Zyklen, die viel länger dauern. Bei unterschiedlich langen Zyklen ist meistens der erste Teil, vor dem so genannten Eisprung für die Schwankung verantwortlich.

Zyklusphasen

Beim Monatszyklus unterscheidet man 4 Phasen: Die Proliferationsphase, die Sekretionsphase, die Ischämische Phase sowie die Desquamationsphase (Menstruation).

1. Proliferationsphase

Diese erste Phase des Monatszyklus nennt man die Proliferationsphase. Wie gesagt ist ihr erster Tag nicht identisch mit dem ersten Tag der üblichen Zählweise identisch. Sie findet zwischen dem 5. und etwa dem 15. Zyklustag statt. Durch den Einfluss von FSH wird in einem der beiden Eierstöcke eine Eizelle gebildet. Dabei wird ein so genannter Follikel gebildet, der die Eizelle enthält. Das im Eierstock gebildete Östrogen führt zum Wiederaufbau der Gebärmutterschleimhaut, die während der Menstruation abgestossen wurde. Diese Schleimhaut wird Endometrium genannt. Östrogen bewirkt auch eine Öffnung des Gebärmutter-Einganges, Zervix, sowie eine Verflüssigung des in der Zervix vorhandenen Schleims. Dadurch können später beim Sexualkontakt in die Frau eingedrungene Spermien leichter zur Eizelle gelangen und diese befruchten.

Eisprung

Vom 12. bis 14. Tag des Zyklus findet als Abschluss der Proliferationsphase der Eisprung statt, der auch Ovulation genannt wird. Dies geschieht durch einen Abfall der Östrogenbildung und eine Zunahme der LH- und der FSH-Produktion. Dabei wird die Eizelle aus dem Follikel freigesetzt und in den Eileiter abgegeben. Trifft sie dort nicht innerhalb von 12 bis 18 Stunden auf ein männliches Spermium, stirbt sie ab. Andernfalls wandert die nun mit dem Spermium befruchtete Eizelle, Zygote genannt, in die Gebärmutter und nistet sich in die dafür vorbereitete Gebärmutterschleimhaut ein. Es kommt aber auch oft vor, dass eine Zygote sich nicht einnisten kann und vorher abstirbt.

2. Sekretionsphase

Die zweite Phase des Monatszyklus wird Sekretionsphase (Lutealphase) genannt, die unmittelbar der Proliferationsphase folgt. Sie dauert vom 15. bis 24. Zyklustag. Aus der Hülle, aus der die Eizelle freigesetzt wurde, ist der Gelbkörper, auch Corpus luteum genannt, entstanden. Der Gelbkörper wird von LH gesteuert und bildet das Gelbkörperhormon Progesteron, ein Gestagen. Dieses bewirkt einen leichten Anstieg der Basaltemperatur, der Minimaltemperatur des Körpers im Schlaf. Ausserdem verdickt sich unter dem Einfluss von Progesteron die Schleimhaut der Gebärmutter, damit sie kein Ei mehr aufnehmen kann. Die Zervix, der Gebärmutter-Eingang, wird wieder enger und durch einen Schleimpfropf für allfällige Spermien undurchlässig.

3. Ischämische Phase

Wenn die beim Eisprung in den Eileiter ausgestossene Eizelle nicht auf ein Spermium trifft und abstirbt, setzt gleichzeitig eine Rückbildung des Gelbkörpers ein. Deshalb wird dann auch nur noch wenig Progesteron gebildet. Dies führt wiederum zu einer Rückbildung der Schleimhaut der Gebärmutter. Ein Zusammenspiel von Muskeln und Gefässen der Gebärmutter bewirkt eine Mangeldurchblutung (Ischämie) der Gebärmutterschleimhaut. Daher wird diese Phase ischämische Phase genannt. Ihre Länge ist recht stabil, ebenso diejenige der Sekretionsphase. Wenn ein Monatszyklus kürzer oder länger dauert, ist das meistens auf die Proliferationsphase zurückzuführen.

4. Desquamationsphase (Menstruation)

Die letzte Phase des weiblichen Monatszyklus, die Desquamationsphase, findet in den ersten 4 Tagen der üblichen Zählung des Zyklus statt. Während der Menstruation, der Monats- oder Regelblutung, die unterschiedlich lang und ausgeprägt sein kann, wird die Schleimhaut in der Gebärmutter wegen des Mangels an Progesteron abgestossen und ausgeschwemmt. Daher die schleimige Blutung. Es gibt Frauen, bei denen die Blutung nur 2, 3 Tage dauert. Bei anderen Frauen kann diese Phase 6 Tage, oder sogar noch mehr, dauern. Es gibt Frauen, die nur sehr wenig bluten, andere geraten wegen der heftigen Blutungen regelmässig in Blutarmut. Im Durchschnitt verliert eine Frau während der Desquamationsphase etwa 50 ml (1/2 Deziliter) Blut. Auf der entstandenen Wundfläche wird anschliessend durch die nun wieder beginnende Proliferationsphase eine neue Schleimhaut gebildet.

Schwangerschaft
Wenn sich eine befruchtete Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut einnistet, dann beginnt die rund 9 Monate dauernde Schwangerschaft. Während dieser Zeit findet kein Monatszyklus statt. Vor der Geburt wird zur Verhinderung einer weiteren Schwangerschaft der Cervixschleim in der Sekretionsphase undurchlässig gemacht.
Nach der Geburt führt das Hormon Prolactin bei der Mutter zur Milchbildung. Dieses Hormon unterdrückt gleichzeitig auch die Neubildung von LH und FSH. Wenn gegen das Ende der Stillzeit aber die Konzentration von Prolactin abnimmt, führen die nun wieder steigenden Konzentrationen der beiden Zyklushormone zum Wiedereinsetzen des Monatszyklus.

Krankheiten

Zyklusstörungen

Beim Monatszyklus können verschiedene Störungen und Beschwerden auftreten. Im Zusammenhang mit der Menstruation spricht man von einer

  • Hypermenorrhö im Falle einer sehr starken Blutung, bei der die betroffene Frau bis 200 ml Blut verliert,
  • Hypomenorrhö bei einer sehr schwachen Blutung, die weniger als 2 Tage andauert.
  • Menorrhagie bei einer verlängerten Blutung
  • Metrorrhagie, wenn lange und starke Blutungen auftreten, die nicht an den Monatszyklus gebunden auftreten,
  • Polymenorrhö, wenn die Blutung zu häufig auftritt
  • Amenorrhö im Falle des Ausbleibens der Blutung: hier wird unterschieden zwischen der primären Amenorrhoe (keine Blutung nach dem 16. Lebensjahr und der sekundären Amenorrhoe (keine Blutung während mindestens 3 Mo-naten) und der physiologischen Amenorrhoe, die während der Kindheit, Schwangerschaft und Stillzeit auftritt.

Die Gründe für einer dieser Zyklusstörungen können vielfältig sein und sollten ärztlich abgeklärt werden. Gar kein Monatszyklus, angezeigt durch das Ausbleiben der Menstruation (Amenorrhö) deutet auf eine Hormonstörung hin oder die Unterfunktion eines Organs wie Nebennieren oder Schilddrüse.
Ist die Produktion von Östrogen gestört, kann keine Follikelreifung stattfinden, worauf der Eisprung ausbleibt. Dies führt auch zu einer Minderproduktion von Progesteron. Dadurch wird auch die Gebärmutterschleimhaut nicht richtig aufgebaut. In diesem Fall bleibt auch die Menstruation aus. Ein Spezialfall ist die Situation, bei der zwar genügend Östrogen gebildet wird. Ein Follikel reift heran. Nach dem Eisprung tritt aber eine mangelnde Progesteronbildung auf. Dies führt zum unvollständigen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut. Diese kann also die befruchtete Eizelle nicht aufnehmen, eine Nidation ist nicht möglich, und die betroffene Frau wird nicht schwanger.

Die häufigsten Gründe sind:

  • Hormonstörungen oder hormonelle Veränderungen (Wechseljahre, Pupertät).
  • Psychische Belastungen wie Stress oder physische Krankheiten (z.B. Endometriose, Gebärmutterhalskrebs, Fehlfunktionen der Eierstöcke oder der Schilddrüse.
  • Lebensstatus oder Lebensrhythmus (z.B. Schichtarbeit, Hochleistungssport), Essstörungen oder Ernährungsformen (Vegetarismus).
  • Einnahme von Medikamenten (Pille, Blutverdünner etc.)

Zyklus-Beschwerden

Viele Frauen erleben im Zusammenhang mit ihrem Monatszyklus Beschwerden, die vor oder während der Menstruation auftreten. Sie können psychischer Natur sein die sich als körperliche Beschwerden zeigen.

Endometriose

Die Endometriose ist eine Erkrankung, die durch das Auftreten von Gebärmutterschleimhaut ausserhalb der Gebärmutter bewirkt wird und bei den betroffenen Frauen heftige Beschwerden auslöst. Während des Zyklus verändert sich diese Gebärmutterschleimhaut ebenso wie diejenige innerhalb der Gebärmutter. Als Therapie wird diese Schleimhaut chirurgisch entfernt.

Prämenstruelles Syndrom

Das Prämenstruelle Syndrom (PMS) ist eine Erscheinung, die bei den betroffenen Frauen einige Tage vor der Menstruation auftritt und mit Einsetzen der Blutung wieder verschwindet. Das PMS zeichnet sich durch eine Reihe von psychischen Beschwerden aus, die oft als Kopf- und Brustschmerzen sowie Ödeme (Wassereinlagerungen) auftreten. Bei den psychischen Beschwerden stehen Stimmungslabilität, Reizbarkeit und depressive Verstimmung im Vordergrund.
Die Mehrheit der Ärzteschaft verschreibt zur Linderung des PMS Antidepressiva. Ein Medikament auf Basis von Mönchspfeffer, Vitex agnus-castus, eignet sich in vielen Fällen zur Behandlung. Es ist das einzige Medikament in der Schweiz, bei dem die Indikation PMS angegeben werden darf.

Dysmenorrhö

Schmerzen und andere Beschwerden während der Monatsblutung werden als Dysmenorrhö bezeichnet. Weitere geläufige Namen sind Periodenbeschwerden, Menstruationsschmerzen, Regelschmerzen. Es handelt sich dabei meistens um krampfartige oder dumpfe Schmerzen im Unterleib, im Bereich der Gebärmutter. Sie treten meistens am 1. Tag der Menstruation auf, können sich aber auch schon einen Tag vorher zeigen. Körperliche Begleitbeschwerden sind: Kopfschmerzen, Migräne, Rückenbeschwerden, schwere Beine, Appetitlosigkeit, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Dysmenorrhö kann sich auch als psychische Beschwerden zeigen. Dazu gehören: Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Nervosität und depressive Verstimmung.
Die genauen Gründe für PMS und Dysmenorrhöe sind nicht bekannt. Im Falle der Dysmenorrhö wird die verstärkte Freisetzung von Prostaglandin, einer Substanz, die bei der Bildung von Schmerz und Entzündungen eine wichtige Rolle spielt, in der Gebärmutter als Hauptursache angesehen.

Schulmedizinische Behandlung

Schmerzmittel, Entzündungshemmer

Als schulmedizinische Behandlung werde sehr häufig Arzneimittel eingesetzt, die gleichzeitig den Schmerz lindern und entzündungshemmend wirken. Dazu gehören rezeptfreie Arzneisubstanzen wie Ibuprofen (bis 400 mg), Acetylsalicylsäure und Diclofenac (bis 25 mg). Paracetamol wirkt zwar schmerzstillend, aber nicht entzündungshemmend. Jede betroffene Frau muss ausprobieren, welche Arzneisubstanz und in welcher Dosierung ihre Beschwerden am besten löst.

Krampflösende Substanzen

Krampflösende Substanzen lösen Krämpfe an den inneren Organen, so auch an der Gebärmutter.  Scopolaminbutylbromid (Buscopan) ist in der Schweiz rezeptfrei erhältlich. Oft wird es mit einem Schmerzmittel zusammen eingesetzt.
Metamizol (Novalgin, Minalgin) ist ein weiteres schmerzlinderndes, krampflösendes und fiebersenkendes Medikament, welches aber unter Verschreibungspflicht steht.

Hormonelle Verhütungsmittel (Kontrazeptiva, „Antibabypille“)

Viele Frauen lassen sich von ihrem Arzt ein hormonelles Verhütungsmittel, also die so genannte Antibaby-Pille verschreiben, deren Inhaltsstoffe selber Östrogene und/oder Gestagene sind und in den meisten Fällen die Zyklus-bedingten Beschwerden zum Verschwinden bringen. In diesem Fall wenden die betroffenen Frauen diese Hormonpräparate nicht in erster Linie zur Verhütung an sondern wegen der Beschwerden im Zusammenhang mit dem Monatszyklus. Diese Anwendung ist in der Schweiz von den Aufsichtsbehörden nicht offiziell zugelassen. Sie wird aber trotzdem häufig eingesetzt.

Komplementärmedizin

Viele Frauen suchen bei Dysmenorrhö neue Behandlungsmethoden, weil sie mit den Behandlungsarten der Schulmedizin nicht oder nicht mehr zufrieden sind. Die monatliche Gabe von unspezifisch wirkenden Schmerzmitteln, oft in Kombination mit krampflösenden Arzneimitteln lehnen sie ab. Die Einnahme von hormonellen Verhütungsmitteln („Antibaby-Pille“) zur Linderung der Menstruationsbeschwerden lehnen sie erst recht ab. Oft finden sie in der Komplementärmedizin eine Lösung oder wenigsten weitgehende Linderung der Beschwerden.
Neben Diäten, Akupunktur, Vitamin- und Omega-3-Präparaten, Homöopathie und Schüssler-Salzen kann man eine Dysmenorrhö auch mit Phytotherapie, das heisst pflanzlichen Arzneimitteln behandeln. Verschiedene Arzneipflanzen können bei Menstruationsbeschwerden hilfreich sein.

Empfohlenes Arzneimittel

Medolor – Tropfen gegen Menstruationsbeschwerden

Medolor ist eine Mischung von pflanzlichen Urtinkturen der Firma Herbamed und hat folgende Zusammensetzung:

1 ml enthält

Petasites offcinalis UT 0.3 ml
Achillea millefolium UT 0.3 ml
Viburnum opulus UT 0.15 ml
Atropa belladonna UT 0.05 ml

Die einzelnen Bestandteile haben folgende Wirksamkeit:

Petasites officinalis

Die Gattung Petasites (Pestwurze) ist eine Gattung der Familie der Korbblütler (Asteraceen). Man findet verschiedene Arten dieser sommergrünen Pflanzen auf der nördlichen Hemisphäre.
Petasites officinalis (Synonym: Petasites hybridus) wurde in der Antike gegen Geschwüre eingesetzt, im Mittelalter gegen die Pest (daher der Name). Die moderne Medizin erkannte seine spasmolytische und analgetische Wirkung. Bei einer Arzneipflanze wirken immer alle Inhaltsstoffe als Ganzes. Trotzdem hat die moderne Arzneipflanzenforschung bei vielen Arzneipflanzen Inhaltsstoffe isoliert, die besonders für die Wirkung dieser Arzneipflanze verantwortlich sind. Bei der Pestwurz sind dies sogenannte Sesquiterpene. Die Urtinktur der Pestwurz wird speziell behandelt und von den Pyrrolizidin-Alkaloiden befreit.

Achillea millefolium

Die Schafgarbe ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die bis 100 cm erreichen kann. Sie wirkt unter anderem zusammenziehend (adstringierend) und krampflösend (spasmolytisch) und entzündungshemmend (antiphlogistisch) im Verdauungstrakt sowie im kleinen Becken der Frau. Als wirksame Inhaltsstoffe der Schafgarbe hat man ätherische Öle sowie Bitterstoffe gefunden.

Viburnum opulus

Der gemeine Schneeball ist eine strauchartige Pflanze, die in Europa und Asien weit verbreitet ist. Er wird als Zierpflanze eingesetzt. In der Homöopathie wird der gewöhnliche Schneeball unter anderem gegen Dysmenorrhö eingesetzt, die sich durch starke Schmerzen im Rücken und um die Hüften zeigt. Da zwischen niederen homöopathischen Potenzen einer Arzneipflanze und ihrer Urtinktur kein wesentlicher Unterschied besteht, kann der gewöhnliche Schnellball gegen diese Beschwerden eingesetzt werden. Gerhard Madaus bestätigt diese Anwendung des gewöhnlichen Schneeballs in seinem berühmten Werk Lehrbuch der biologischen Heilmittel aus dem Jahre 1938.

Chamomilla recutica

Die Kamille ist eine Vertreterin der Familie der Korbblütler (Asteraceen). Ihre ursprüngliche Heimat ist Süd- und Osteuropa, heute aber überall anzutreffen. Die Kamille wird seit langer Zeit als Arzneipflanze eingesetzt. Sowohl die Volksmedizin wie auch die Schulmedizin verwendet sie bei krampfartigen und entzündlichen Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, bei Menstruationsbeschwerden, sowie zur Heilung bei entzündlichen Prozessen auf der Haut und den Schleimhäuten.

Atropa belladonna

Atropa belladonna, Tollkirsche aus der Familie der Nachtschattengewächse, wurde früher von Frauen in Form von Saft in die Augen geträufelt, was eine Erweiterung der Pupillen und damit im damaligen Schönheitsideal, schönere Augen bewirkte. Atropa belladonna hat als Inhaltsstoffe Alkaloide (Atropin, Scopolamin), die als sogenannte Parasympatholytika wirken und damit die Effekte des Parasympathikus aufheben. Daher ist Atropa belladonna geeignet, Spasmen, Krämpfe und Koliken an verschiedenen Organen zu lösen, unter anderem auch in der Gebärmutter.

Damit erweist sich das Kombinationspräparat Medolor als sehr sinnvolle und gut wirksame, rein natürliche Alternative für synthetische Präparate zur Behandlung von Menstruationsbeschwerden. Die verschiedenen Arzneipflanzen, die als Urtinktur in Medolor vorhanden sind, ergänzen sich gegenseitig und üben eine krampf- und schmerzlösende sowie entzündungshemmende Wirkung aus. Damit sind die Hauptbeschwerden von Dysmenorrhö abgedeckt.

Dosierung

Die übliche Dosierung von Tinkturen beträgt 3 x täglich 20 bis 30 Tropfen mit einem Schluck Wasser einnehmen.

Anwendungseinschränkungen

Personen mit Allergien auf eine der in Medolor vorhandenen Arzneipflanzen dürfen das Präparat nicht verwenden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte das Präparat nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder einem Apotheker eingesetzt werden.

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